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Teilumnutzung der Kirche St.Josef zu einem Kolumbarium

 

Durch die fünfeckige Grundrissform und das in fünf Feldern ausgeformte mit Holz verkleidete Dach, wird der Entwurfsgedanke des Architekten ein „Zelt Gottes unter den Menschen“ zu bauen sofort spürbar.

Diese Form umschließt schützend die Gemeinde und betont die Zusammengehörigkeit. Sie stellt die Gemeinschaft in die Mitte. Mit dem Kolumbarium kommt nun ein neues Element hinzu. Gleichzeitig verkleinert sich der Gottesdienstraum und nimmt somit nicht mehr den gesamten Raum in Anspruch.

Ziel unsere Konzeptes ist es, den jetzigen Kirchraum in seiner Wahrnehmung als Ganzes zu erhalten. Das „Zelt“ legt sich schützend sowohl über den Kirchraum als auch das Kolumbarium. Dazu legen wir den Gottesdienstraum genau in die Mitte des „Zeltes“,während sich das Kolumbarium um den Feierraum herumlegt. Bei der Anordnung der Urnengräber bzw. Urnengänge legen wir dabei vor allem auf das Licht eine besondere Bedeutung. Durch die freibleibenden Achsen aus der Mitte des Raumes hin zu den großen Fenstern dringt das Tageslicht in voller Fensterhöhe bis in die Mitte des Gottesdienstraumes. Außerdem wird die Höhe der Urnengräber auf 1,85m beschränkt.

Beides zusammen ermöglicht es, auch aus der Mitte der Kirche, den gesamten Innenraum der Kirche wahrzunehmen. Wie zuvor, jedoch in reduzierter Form, sind die Bänke auf den Altar ausgerichtet, um eine Trennung zwischen Priester und der Gemeinde zu vermeiden. Nach dem Vorbild der Kolumbariumskirche „Heilige Familie“ bilden beide Elemente (Feierraum und Kolumbarium) vereint unter dem „Zelt Gottes“ eine Einheit. „Die Verstorbenen sind nun nicht allein in Gebet und Gedanken im Kreis der Gemeinde. Ihre Anwesenheit ist sichtbar. Sie bleiben Teil des Alltags und somit Teil des Lebens. So wie die Urnengänge um den Feierraum verlaufen, umgeben die Verstorbenen und das Gedenken an sie die Gemeinde“ (siehe Erläuterung Bistum Osnabrück zum Kolumbarium Heilige Familie).

Das durch die großen Verglasungen hineinfallende Licht erhellt nicht nur den im Zentrum liegendenFeierraum. Darüber hinaus verbindet das Licht die Urnengräber mit dem Feierraum und somit die Verstorbenen mit der Gemeinde.